Ortsvorstand berät erneut Problematik einer Buslinie über den Westerberg an der Albrechtstraße

Der Ortsvorstand hat zu einer Buslinie über die Albrechtstraße erneut beraten, da eine Beschlussfassung über den Nahverkehrsplan bevorsteht. Entsprechend der früheren Beschlusslage wird eine Buslinie über Caprivi-/Albrechtstraße kritisch gesehen. Ein ausführ-liches Argumentationsschreiben wurde beschlossen, das dezidiert die Probleme einer solchen Buslinie ausweist. Die Fachhochschulgebäude an der Albrechtstraße würden über die neue Haltestelle an der Barbarastraße ebenso die über die Haltestelle am Sedanplatz in ausreichendem Maße erschlossen. Im übrigen zeigen auch Erhebungen der Universität, dass Studenten öffentliche Verkehrsmittel nicht signifikant häufiger nutzen als sonstige Bevölkerungsteile. Es ist zu befürchten, dass eine ordnungsgemäße Buslinie über weite Zeiträume leer laufen und zu einem großen Verlustgeschäft werden würde. Die vom Ortsverband schon vor längerer Zeit angeregten Kleinbusse zu bestimmten Zeiten würden allemal ausreichen. Die Sinnhaftigkeit einer den Buslinien systemfremden überquerung des Westerberges muss nachhaltig angezweifelt werden.

Bahr-Umsiedlung

Der Ortsvorstand hat über die Problematik um die geplante Umsiedlung des Baumarktes Bahr neben Aldi beraten. Wegen der vehementen Kritik durch die Anwohner wird das Thema als sehr brisant angesehen. Eine Stellungnahme des Ortverbandes ist den Fraktionsspitzen der CDU zugegangen. Bevor endgültige Beschlüsse öffentlich gefasst werden, wird es für wichtig gehalten, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Dieses Thema berührt dabei sowohl Hellern als auch die Weststadt, so dass es auch schon gemeinsame Beratungen gegeben hat. Eine gemeinsame Informationsveranstaltung soll stattfinden, sobald der Sachstand durch die Verwaltung hinreichend abgearbeitet ist. An diesem wichtigen Thema wird der Ortsvorstand weiter dranbleiben. Wegen der ohnehin zunehmenden verkehrlichen Belastung wird es unabhängig von der Umsiedlung wichtig sein, die Blankenburg verkehrspolitisch genau unter die Lupe zu nehmen. Dazu hat es auch bereits überlegungen gegeben, die weiter fortgeführt und in enger Kooperation mit der Ratsfraktion umgesetzt werden sollen, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden. Das wird insbesondere wichtig werden, wenn die nicht aus dem Auge verlorene Realisierung eines Weststadttunnels Formen annimmt.

Positive Signale für die Lotter Straße

Auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung der CDU am Westerberg und in der Weststadt für die Bürger des Ortsteils wurde über Zukunftsperspektiven für die Lotter Str. ausführlich berichtet und diskutiert. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU in der Stadt Osnabrück Dr. Carsten Vollmer konnte vor rund 100 Teilnehmern eine illustre Runde begrüßen, die sich aus dem Ratsherrn und Architekten Herrn Demann, dem Mitarbeiter der Stadtbauverwaltung Herrn Schürings, dem Stadtplaner und Architekten Herrn Garthaus sowie dem Vertreter der Interessengemeinschaft Lotter Str. Herrn Klute zusammensetzte.

In einem ersten Teil wurde von Herrn Schürings dargestellt, warum es aus Sicht der Stadtverwaltung ratsam ist, dem Vorschlag des CDU-Ortsverbands zu folgen und die anstehenden Kanalarbeiten an der Lotter Str. unterirdisch durchzuführen. Als Vortei-le führte er insbesondere an, dass ein Verkehrskollaps sowie ein Niedergang der ansässigen Geschäfte vermieden werden könnten.

Diese Ansicht traf die Meinung der anwesenden Anlieger. Herr Demann erklärte die Unterstützung der CDU-Ratsfraktion und warb für entsprechende politische Mehrheiten. Alles andere, so einhellige Mei-nung von Podium und Auditorium, wäre unverantwortlich für die Verkehrssituation in der gesamten-Stadt, weit über den Stadtteil hinaus, da eine 16-monatige Sperrung mit maximal eingleisigem Betrieb zu ganz erheblichen Mehrbelastungen auf dem Wall, auf der Natruper sowie der Martini Str. führen und die Attraktivität der gesamten Weststadt nachhaltig verschlechtern würde. Als weiteres Argument wurde ins Feld geführt, dass man so einer Neugestaltung der Lotter Str., die auf der Grundlage von GVFG-Mitteln erfolgen soll, nicht vorgreifen müsse.
An diesem Punkt schlossen sich Ausführungen an, die diese Zukunftsperspektiven weiterführten. Herr Garthaus stellte ausführlich sein Konzept vor, wie man die enge Lotter Str. zu einer attraktiven Ein-kaufsstraße mit Platzcharakter und guten Parkmöglichkeiten auf der einen Seite machen und auf der anderen Seite einen fließenden Verkehr garantieren kann. Hierzu gehört insbesondere eine ent-sprechende Nutzung des jetzigen Depotgeländes, wo neben Wohnmöglichkeiten und neben einer öffnung zur Lotter Str. hin auch der Bau einer Tiefgarage wünschenswert ist. Die sehr detaillierten Pläne sorgten für allgemein anerkennendes Staunen. Der Geschäftsmann von der Lotter Str. Ingo Klute lobte das Kon-zept, denn nur wenn man frühzeitig konkrete Perspektiven schafft, kann man dann zu guten Lösungen kommen, die keine Schnellschüsse sind.
Nach der Veranstaltung zeigte sich der CDU-Vorsitzende Herr Dr. Vollmer zufrieden. Die positive Resonanz im Auditorium zeige, dass wir richtige Schwerpunkte setzen. Allerdings mahnte er an, dass nun im Hin-blick auf das Hagedorngelände Ergebnisse erzielt werden müssten, damit die überlegungen zum Depot und einer Neugestalung der Lotter Str. möglich werde. Dann allerdings, so Herr Dr. Vollmer abschließend, haben wir gute Konzepte für die Zukunft des Stadtteils. Auch die erfreuliche Positionierung der Verwaltung bezüglich der Kanalarbeiten sei ein positives Signal für die Stadt, das nun durch entsprechende politische Beschlüsse in die Realität umgesetzt werden müsse.

Verwaltungsvorlage zur Tunnellösung bei der Lotter Str.

Seit geraumer Zeit wird die Erneuerung der Lotter Str. diskutiert. Wichtig ist es, durch die Bauarbeiten die Geschäfte, Gewerbebetriebe und Praxen nicht – wie in der Johannisstraße geschehen – in große Schwierigkeiten zu bringen, sondern die Bauzeit möglichst zu verkürzen. Deshalb haben sich auf Initiative unseres Ortsverbandes die Fachleute der Verwaltung in Hamburg auf einer Baustelle über die Verlegung der Kanalisation im Tunnel informiert. Wir hatten die Verwaltung gebeten, Vor- und Nachteile sowie die Kosten im Vergleich zu einer konventionellen Lösung gegenüberzustellen. Jetzt liegt das Ergebnis der Gegenüberstellung vor.
Nun muss politisch bewertet werden, ob die geschätzten zusätzlichen 800.000 Euro gerechtfertigt sind. Die Auffassung des Ortsverbandes ist eindeutig. Es darf kein Risiko eingegangen werden, eine 2. Johannisstraße zu bekommen. Die geschlossene Verlegung ermöglicht eine vom Kanalisationsbau unabhängige ausreichende Diskus-sion über die Oberflächengestaltung. Die Probleme, die sich für den fließenden und ruhenden Verkehr ergeben, mindern sich, so dass auch die ökologischen Belastungen geringer sind.
Insofern fühlen wir uns bestätigt und sprechen wir uns weiterhin eindeutig für die Tunnellösung aus.